Wir kamen am frühen Nachmittag in Lissabon an und Tanja zog einen Teil des für den nächsten Tag vorgesehenen Besichtigungsprogramms vor.
So standen wir in perfekter Nachmittagssonne in Belem, einem Stadtteil von Lissabon, zunächst am Turm, dem Torre de Belém von 1521 und dann am Entdeckerdenkmal, das 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer errichtet wurde. Kurz vor Toresschluss schleuste uns Tanja gegen den erheblichen Widerstand des Kassenpersonals noch in das Mosteiro dos Jerónimos, das Hieronymus-Kloster. Dadurch hatten wir das Kloster, das als bedeutendster Bau der Manuelinik gilt, fast für uns allein.
Der nächste Tag begann mit dem Besuch der Catedral Sé Patriarcal der Hauptkirche von Lissabon. Dort sahen wir auch zum ersten Mal die altertümliche Straßenbahn, die dort entlangruckelte.
Weiter ging es bergauf zum Castelo de São Jorge, einer Festungsanlage die von den Mauren gebaut wurde. In einem der Gärten wurden gerade alte Tänze aufgeführt, als wir vorbei kamen, so dass wir einige Minuten stehenblieben.
Der Nachmittag war frei und wir schlenderten durch Lissabon, fuhren Aufzug mit dem Elevador de Santa Justa, der im Stadtzentrum den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado verbindet und ein Stück mit der Straßenbahn, die mit viel Geruckel die nächste Anhöhe erklomm.
Kaffee gab es im Café A Brasileira mit seiner Bronzestatue von Fernando Pessoa vor dem Eingang.
Abends war Fado-Abend. Leider hatte ich die ISO Einstellung an meiner kleinen Kamera total verstellt (12800), so dass die paar Bilder nur grässlich sind.
© dthuer