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Dirk´s Fotoblog, oder wie ich lernte, die Botschaft um ihrer willen zu schreiben. Wie weit ist es bis Gorgonzola?Der Gutschein für das Hotel Pfalzblick in Dahn schlummerte schon über eineinhalb Jahren zu Hause in einer Schublade. Astrid hatte ihn zur Verabschiedung aus dem Berufsleben bekommen; Kolleginnen und Kollegen hatten gesammelt. Aber wie das so ist, wenn man nicht mehr arbeiten muss...Zeit, um ihn einzulösen, war bisher keine über gewesen. Jetzt aber war es um den Gutschein geschehen, denn Astrid hatte uns für drei Nächte im Hotel Pfalzblick eingebucht. Wir brauchten ungefähr eine Stunde Fahrtzeit bis in die Südpfalz und waren angenehm überrascht. Wir hatten ein großes Zimmer mit einer noch größeren Terrasse davor. Es fing schon mal gut an.
Am nächsten Vormittag entschieden wir uns für eine Wanderung zu den drei nahegelegenen Burgruinen. Der Einstieg in den Wanderweg aus Dahn heraus sollte einfach zu finden sein, stand auf der Infotafel. Wir fanden ihn auch genauso einfach und wussten aber nach 5 Metern nicht mehr weiter, weil der Weg schon direkt wieder vor einer Wiese endete. Des Rätsels Lösung ergab sich dann aus einer Lücke in der Hecke dreißig Meter oberhalb. Ab dort gab es wieder Schilder, die uns durch den Wald führten. Schon bald standen wir vor dem ersten Felsen.
Unterwegs ergab sich durch einen kleinen Abstecher vom direkten Weg eine sehr schöne Aussicht über die benachbarten Täler. Wir stellten erstaunt fest, wie anders der Pfälzer Wald hier aussieht im Gegensatz zur Mittelhaardt bei uns.
Danach stiegen wir wieder ab, denn unsere Zeit war zwar eigentlich nicht beschränkt, aber in der Mittagszeit gab es im Hotel die Verwöhnpension mit einem herzhaften Imbiss oder Kaffee und Kuchen. Und das wollten wir auf keinen Fall verpassen. Den späteren Nachmittag verbrachten wir auf der Saunainsel. Dieser Teil des Saunabereiches darf erst ab 16 Jahren betreten werden und ist über den Garten erreichbar.
Heute war das Wetter etwas besser als gestern, sodass wir uns nach der Mittagspause ins Freie wagten und den Nachmittag auf der Saunainsel verbrachten. Von unserer Sonnenliege ergab sich der Blick auf die gegenüberliegende Hotellandschaft.
Am nächsten Morgen endete unser Kurzurlaub und wir fuhren zurück in die Vorderpfalz. Unterwegs hielten wir in Annweiler am Trifels, bummelten durch den Ort und fanden diese Schilder, die zum Titel dieses Blogeintrags führten. Also…von Annweiler aus sind es 594 Kilometer bis Gorgonzola (nordöstlich von Mailand gelegen). Falls diese wichtige Information mal irgendwann von irgendwem benötigt wird, hier steht sie nun geschrieben.
Eine Etage tieferWie das so ist bei Ideen, sie schleichen sich einfach ins Denken hinein. So ging es auch mit der Idee mal wieder an die Ahr zu fahren. Seit 2010 waren wir regelmäßig in jedem Jahr einige Tage über Pfingsten dort und ab und zu auch zu einem Tagesausflug. Im vergangenen Jahr war es jedoch ausgefallen, weil wir mit dem Umzug und seinen Folgen beschäftigt waren. Da wir diesmal nicht ein Jahr vorher gebucht hatten, sondern uns erst sehr kurzfristig entschieden hatten, war die Auswahl an Terminen beschränkt und die übliche Wohnung war auch nicht mehr frei. Aber diejenige in der Etage darunter war buchbar, also los, wir nehmen die untere der drei Wohnungen. So sieht es aus, wenn man dort aus dem separaten Eingang vor die Tür tritt.
Am nächsten Tag wanderten wir auf dem Rotweinwanderweg von Dernau nach Mayschoss.
Den Weg waren wir schon sehr oft gewandert, eigentlich bei jedem Urlaub an der Ahr. Zwei Dinge waren allerdings anders als bei unseren Aufenthalten über Pfingsten. Zum einen war „nix los“. Wir waren lange Strecken alleine unterwegs, was schöner war, als wenn wir uns die Strecke mit vielen und teilnehmerstarken Wandergruppen teilen mussten. Allerdings gab es auch eine negative Entwicklung. Auf dem Teilstück zwischen Rech und Mayschoß warnte uns ein Hinweisschild, dass es sich um einen nicht ausgebauten Bergpfad handelte.
Als wir weiterliefen, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite die Saffenburg und stellten fest, dass anscheinend die Wanderhütte ein neues Vordach über einem Teil der an sich freistehenden Bänke erhalten hatte. Das würden wir uns übermorgen mal genauer ansehen.
Am nächsten Morgen klopfte es schon recht früh an der Tür und dort stand dann unsere Vermieterin. Es täte ihr leid uns zu stören, aber ob wir vielleicht unser Auto in der Einfahrt unterhalb unserer Wohnung von links nach rechts umsetzten könnten, fragte sie an. Der Grund dafür war, dass die Arbeiten an der neuen „Nahwärmeversorgung“ von Dernau anscheinend schneller abliefen, als geplant sodass der Hauszugang schon heute und nicht erst Montag (nach unserer Abreise) gegraben werden sollte. Eigentlich kein Problem, dachten wir. Ich setzte das Auto auf die andere Seite der Auffahrt und wir frühstückten weiter. Um 9 Uhr brachte der Blick vom Balkon folgendes Bild. Unser Auto war umzingelt.
Heute wollten wir nach Bad Neuenahr und hatten schon am Vorabend überlegt, mit der Ahrtalbahn zu fahren. Das Gästeticket erlaubte die freie Fahrt und seit der neuen Haltestelle mitten in Dernau hatte sich der Weg zur Bahn halbiert. Nun war es klar, das Auto blieb heute stehen. Beim Bummel durch Bad Neuenahr stellten wir fest, dass der Wiederaufbau in der Innenstadt seit zwei Jahren große Fortschritte gemacht hatte. Viele Geschäfte hatten wieder geöffnet und es sah schon fast wie früher aus. Das Kurhaus befindet sich direkt an der Ahr und hatte durch die Flut schwere Schäden davon getragen sodass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig wurden.
Ein Blick in die Martin-Luther-Kirche zeigte aber auch, dass es noch viel zu tun gibt, denn leider wurde die Martin-Luther-Kirche bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 stark beschädigt und ist seitdem nicht nutzbar. Der Wiederaufbau der Kirche ist im Gange, befindet sich jedoch noch im Rohbauzustand, auch viereinhalb Jahre nach der Flut. Ein konkretes Fertigstellungsdatum liegt bisher nicht vor.
Wir beschlossen den Besuch in der Bäderstadt mit einem freundlichen Kaffeetrinken in einer von uns – besonders wegen des guten Kaffees – geschätzten Lokalität. Warum so viel zu essen auf dem Tisch steht, lässt sich jetzt nicht mehr ermitteln. Wir waren eigentlich nur wegen des guten Kaffees hineingegangen.
Abends hatte Astrid für uns im Hofgarten reserviert. 5 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung aus. Das war sehr praktisch. Das Essen war gut, die Weinpreise...sagen wir mal ambitioniert und ungewohnt, wenn man - wir wir seit 16 Monaten - aus der Pfalz kommt. Aber auch das war ein schöner Abend. Am nächsten Tag wollten wir auf der dunklen Seite (dem Ahrsteig) bis zur Saffenburg laufen. Auch dies Strecke kannten wir gut und hatten die Hoffnung, dass der Weg mittlerweile wieder passierbar wäre. Wir wurde jedoch enttäuscht, denn nach 15 Minuten Wanderzeit warnte uns ein Schild, das der Weg unterbrochen sei. Wir drehten um und liefen mitten in einen kräftigen Regenguss hinein. Bis wir uns unterstellen konnten, waren wir schon kräftig nass geworden. So liefen wir an der Straße entlang nach Rech und von dort zur Saffenburg hoch. Das neue Dach an der Schutzhütte war sehr schön geworden. Leider hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen, sonst hätten wir es noch viel besser nutzen können. J
Ich war beim obigen Foto so angestrengt damit beschäftigt zu lächeln (was immer gewünscht wird), dass ich die Augen zugekniffen habe. Und gemerkt haben wir das erst zu Hause, aber da war es zu spät. Astrid ist als Frau ja multitaskingfähig.
Als letztes Bild zeige ich noch ein Panorama von Mayschoss, dass von der Schutzhütte aus entstanden ist. Und ich erlaube mir den Hinweis, dass ich bei diesem Kurzurlaub meine Kamera nicht mitgenommen habe und die Bilder alle mit Astrids Iphone entstanden sind und (bis auf diejenigen, die sie selbst zeigt) auch von ihr aufgenommen wurden.
Ein paar mehr Bilder gibt es hier:
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