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Dirk´s Fotoblog, oder wie ich lernte, die Botschaft um ihrer willen zu schreiben. Von freiem Eintritt und einer langen LeitungHeute war tatsächlich schon der vorletzte Tag unserer Reise und auf dem heutigen Programm standen zunächst die Schlossgärten von La Granja und später dann die Provinzhauptstadt Segovia. Beim leichten Anstieg zur Residenz liefen wir zunächst auf die Schlosskapelle zu.
Wir hatten ausreichend Zeit, um durch den Garten zu schlendern, und auch ausreichend Gelegenheit um uns auf einer der vielen Bänke zu sonnen. Das Wetter war auch heute wieder auf unserer Seite.
Dann fuhren wir weiter nach Segovia, einer historischen Stadt nordwestlich von Madrid. Das vielfältige architektonische Erbe aus zahlreichen Jahrhunderten umfasst mittelalterliche Stadtmauern, romanische Kirchen, einen ehemaligen Königspalast und eine gotische Kathedrale. Das berühmte römische Aquädukt erhebt sich mitten in der Stadt. Wir hielten mit unserem Bus direkt davor.
Die spätgotische Kathedrale wurde auf Anordnung Kaiser Karls V. in den Jahren von 1525 bis 1577 errichtet. Die 67 m überspannende Vierungskuppel und der 88 m hohe schlanke Turm stammen in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert. Vorgänger der heutigen Kathedrale war ein zur Zeit der Wiederbevölkerung Segovias unter Alfons VII. um 1140 begonnener Kirchenbau. Diese Marienkirche zeichnete sich als ein Baukomplex verschiedener Stilepochen aus.
Während der Bauzeit wurde der gotische Kreuzgang der alten Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert abgetragen und an der neuen Kathedrale wiedererrichtet. Er zeichnet sich heute durch seine freundliche Helligkeit aus. Wir verließen die Kathedrale und schlenderten weiter zum Alcazar. Diese Burganlage im Westen der Altstadt ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt und zählt zu den bekanntesten Burgen in Spanien. Der Baubeginn wird auf das 11. Jahrhundert datiert, nachdem die Christen im Zuge der Reconquista die Kontrolle über Segovia erlangt hatten. Der Bauherr war Alfons VI. Die Burg wurde auf einem schmalen Bergrücken zwischen den Flüssen Eresma und Clamores errichtet.
Unser vorletzter Reisetag endete wieder in unserem Hotel und am nächsten Tag packten wir die Koffer in den Reisebus. Da unser Flieger allerdings erst am Abend abhob, war noch Zeit für weitere Besichtigungen. Ein Besuch des Museum Reina Sofia stand auf dem Programm, was mich nur mit gedämpfter Begeisterung erfüllte. Von der großen Auswahl an moderner Kunst möchte ich nur Guernica von Pablo Picasso zeigen, das Astrid aufnahm.
Auf dem Weg zum Flugplatz machten wir noch Halt in Alcala de Henares. Im ersten Jahrhundert nach Christus gründeten die Römer im Tal des Henares eine Siedlung, der sie den Namen Complutum gaben. Die Stadt erblühte, weil sie an der Straße zwischen Mérida und Saragossa einen wichtigen Wegpunkt darstellte, und zählte über 10.000 Einwohner. Heute ist sie bekannt, weil sie die Geburtsstadt des Schriftstellers Miguel de Cervantes ist. Sein berühmtestes Werk wird in der Stadt durch eine Skulptur geehrt, die zum dazu setzen einlud.
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Eine beeindruckende StadtmauerUnser heutiger Ausflug brachte uns nach Ávila, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der spanischen Region Kastilien-León. Zusammen mit Toledo und Segovia (da fahren wir morgen hin) gehört die Stadt zu den drei historischen Zentren in der Umgebung der spanischen Hauptstadt. Seit 1985 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Danach betraten wir die Stadt und liefen als Gruppe durch die Gassen. Da die Stadt auf einem Hügel gebaut ist, hatten wir immer wieder interessante Ausblicke auf die Umgebung.
Höhepunkt des heutigen Tages war (wenn man das Mittagessen mit etwas Wein mal nicht in die Wertung einbezieht), die Kathedrale von Avila. Die Kathedrale ist ein beeindruckendes Zeugnis der reichen Geschichte und architektonischen Meisterleistung des mittelalterlichen Spaniens. Eingebettet in die befestigten Mauern von Ávila, dient diese Kathedrale nicht nur als Ort des Gebets, sondern auch als Festung, die das Heilige und das Verteidigende auf einzigartige Weise verbindet.
Wir verließen die Kathedrale und gingen zum Treffpunkt zurück. Wir passierten wieder die Stadtmauer, die den Titel dieses Blogeintrags begründete. Die komplett erhaltene romanische Stadtmauer ist das bekannteste Bauwerk der Stadt. Sie ist ca. 2500 m lang, gebaut vom dem 11. bis 14. Jahrhundert hat 88 Türme und neun Stadttore.
Unser letzter Programmpunkt an diesem Tag war das etwas außerhalb gelegen Kloster Santo Tomas. Wir machten einen kurzen Stopp und schauten uns das Kloster an.
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